OpenTelemetry ist zum Standard für die Instrumentierung moderner Systeme geworden – allerdings ist „Standard“ nicht immer mit „einfach“ gleichzusetzen. Wenn Engineering-Teams OpenTelemetry (OTel) einführen, um nicht mehr an proprietäre Systeme gekettet zu sein, stoßen sie womöglich auf neue Hürden: fragmentierte Agent-Strategien, selbst zusammengezimmerte Infrastruktur-Zuordnungen und die Gefahr, dass beim Collector genau zum falschen Zeitpunkt blinde Flecken auftreten.
Bei der New Relic Advance am 24. Februar 2026 machen wir unser Engagement für First-Class-OpenTelemetry noch einmal deutlich. Damit Sie sich von proprietären Agents lösen und alle Daten sofort erfassen können – unabhängig von Framework oder Sprache. Dabei geht es um mehr als nur die Erfassung: Wir machen offene Instrumentierung in New Relic sofort einsatzbereit, zuverlässig und fit auch für große Unternehmen.
Heute geben wir drei neue Releases vom Februar bekannt, die First-Class-OpenTelemetry von Anfang bis Ende unterstützen – von der Anwendungsinstrumentierung über das Infrastruktur-Monitoring bis hin zur Ausführung der Collector-Pipelines, die Ihre Telemetrie übertragen.
- Infra NRDOT (OTel): Infrastruktur-Monitoring auf OTel-First-Basis mit einer New Relic Infra-Experience der Spitzenklasse
- Hybrid-Agents (OTel): in das New Relic Agent-Ökosystem integrierter OpenTelemetry-API-Support – so können Sie modernisieren, ohne bestehende Workflows zu stören
- Collector-Observability (OTel): Eine Premium-Experience zum Monitoring und Management von OpenTelemetry Collectors, damit Sie Ihrer Pipeline vertrauen können – jetzt als Preview verfügbar
First-Class-OpenTelemetry steht für offene Standards ohne die „Observability-Steuer“
Viele Teams wünschen sich die Flexibilität von OpenTelemetry, doch die Einführung kann mit versteckten Kosten einhergehen:
- Störungen von Teams und Tools durch Migrationen
- Umgebungen, die mehrere Instrumentierungspfade notwendig machen
- Telemetrie-Pipelines, die zur kritischen Infrastruktur werden – aber ohne Visibility in ihre Health
First-Class-OpenTelemetry ist unsere Strategie zur Beseitigung solcher Probleme. Die Februar-Releases gehen die Bereiche an, die die OTel-Einführung am häufigsten bremsen: Agent-Strategie, Infrastruktur-Operationalisierung und Collector-Zuverlässigkeit.
Eine hybride Agent-Experience: Führen Sie OpenTelemetry-APIs ein, ohne funktionierende Systeme zu beeinträchtigen
OpenTelemetry sollte keine Alles-oder-Nichts-Entscheidung erzwingen. Teams müssen selbst entscheiden können, in welchem Tempo die Modernisierung erfolgen soll, und ohne gezwungen zu sein, ihre bestehenden Observability-Workflows aufzugeben.
Mit der hybriden Agent-Experience unterstützen New Relic Agents nun OpenTelemetry-APIs für Traces, Metriken und Logs. Und die Workflows, auf die sich die Teams verlassen, bleiben erhalten.
Was hat Ihr Workflow davon?
- Schrittweise Modernisierung: Nutzen Sie OpenTelemetry-APIs zunächst nur für neue Services, während die bestehende Instrumentierung weiterläuft.
- Benutzervertrauen: Kontinuität für Dashboards, Alerts und operative Playbooks während der Modernisierung wird gewahrt.
- Weniger Nacharbeit: „Doppelte Instrumentierung“ wird vermieden, Reibungspunkte für Ihre Teams werden minimiert.
Der Hybrid-Agent-Ansatz ermöglicht die Instrumentierung mit OpenTelemetry, ohne auf das gewohnte New Relic Agent-Erlebnis zu verzichten. Sie müssen sich also nicht zwischen offenen Standards und bewährten Workflows entscheiden.
Infra NRDOT (OTel): Infrastruktur-Monitoring auf OTel-First-Basis, das direkt aus der Box bereitsteht
Gerade im Bereich Infrastruktur stellt die Einführung von OpenTelemetry oft die größte Hürde dar. Selbst wenn App-Teams standardmäßig auf OTel setzen, ist das Infrastruktur-Monitoring häufig über verschiedene Agents, Datenmodelle und Dashboards verstreut. So entsteht eine vermeidbare Kluft zwischen der „App Truth“ und der „Infra Truth“.
Infra NRDOT (OTel) soll diese Kluft überwinden. Es bietet erstklassiges Infrastruktur-Monitoring mit OpenTelemetry – mit sofort einsatzbereiten Infrastruktur-Entities und Dashboards, damit Teams nicht alles manuell neu erstellen müssen.
Was hat Ihr Workflow davon?
- Weniger manuelle Operationalisierung: Infrastruktur-Visibility, die sich in New Relic nativ anfühlt – ganz ohne Neuerstellung von Dashboards und Entity-Beziehungen.
- Besser vorhersagbare Prozesstelemetrie: Prozessmetriken mit hohem Volumen gehen oft mit Signalrauschen einher. Infra NRDOT bietet integrierte Kontrollen, mit denen Teams die Signalqualität hoch und das Rauschen (und die Kosten) niedrig halten können.
- Kürzere Time-to-Value: Bringen Sie Infra- und App-Telemetrie unter einen einheitlichen OpenTelemetry-Hut, ohne Ihre Tools zu fragmentieren.
Infra NRDOT unterstützt Sie bei der Einführung von OpenTelemetry für Ihre Infrastruktur, ohne dass Sie auf die gewohnte Benutzerfreundlichkeit von New Relic Infrastruktur-Monitoring verzichten müssen.
Collector Observability: Machen Sie Ihre OpenTelemetry-Pipeline beobachtbar – und verlässlich
Mit der Skalierung von OpenTelemetry wird der OTel Collector geschäftskritisch. Er ist nicht mehr nur bloße „Infrastruktur“, sondern das System, das für Empfang, Verarbeitung und Export der Telemetrie in Ihrem gesamten Datenbestand verantwortlich ist.
Daraus ergibt sich ein neues Risiko: unbemerkte Ausfälle. Pipelines können Daten verlieren, durch Rückstau ins Stocken kommen oder unter Ressourcendruck abstürzen. Und Sie haben keine klare Visibility darüber, was passiert ist oder warum.
Collector Observability macht aus dem Collector eine Premium-Experience – sodass Sie die Health Ihrer Pipeline genauso überwachen können wie Ihre Services.
Was hat Ihr Workflow davon?
- Erkennen von Pipeline-Problemen, bevor sie zu blinden Flecken werden: Identifizieren Sie Bottlenecks, Throughput-Einbrüche und Frühwarnzeichen.
- Weniger Zeitaufwand für das Debugging: Sie können rasch zwischen „Instrumentierungslücken“ und „Collector-Problemen“ unterscheiden.
- Betreiben Sie Collectors wie ein echtes System: Tracken Sie Health, Performance und Beziehungen über verschiedene Deployments hinweg.
Mit Collector Observability ist der OpenTelemetry Collector keine Blackbox mehr, sondern eine verlässliche Komponente, die Sie messen und verwalten können.
New Relic First-Class-OpenTelemetry – die ersten Schritte
Wählen Sie den für Sie passenden Ausgangspunkt:
Bereitstellen einer OpenTelemetry-Distribution für Infrastruktur: Infra NRDOT
Nutzen Sie dies, wenn: Sie OpenTelemetry für Infrastruktur nutzen möchten, aber mit reichhaltigerem New Relic Kontext direkt aus der Box.
So geht’s: Stellen Sie Infra NRDOT bereit und überprüfen Sie, ob Infra-Entities + Dashboards angezeigt werden. Optimieren Sie die Prozesstelemetriesteuerung, wenn Sie umfangreiche Prozessmetriken erfassen.
Standardisieren der Anwendungsinstrumentierung mithilfe von New Relic Agents mit Hybrid-Agent-Unterstützung
Nutzen Sie dies, wenn: Sie Services mit OpenTelemetry-APIs instrumentieren möchten, ohne bestehende New Relic Agent-Workflows zu unterbrechen.
So geht’s: Aktualisieren Sie auf den neuesten unterstützten New Relic APM Agent und instrumentieren Sie dann neue Services (oder neue Frameworks) über OpenTelemetry-APIs. Die bestehende Instrumentierung funktioniert weiterhin.
Betreiben und Verifizieren von Telemetrie-Pipelines im großen Maßstab: Collector Observability
Nutzen Sie dies, wenn: Sie mehrere Collectors betreiben und Unterbrechungen, Bottlenecks oder Rückstau frühzeitig erkennen müssen.
So geht’s: Aktivieren Sie Collector Observability und überwachen Sie Pipeline-Throughput/-Warteschlangen sowie den Ressourcenzustand (CPU/Speicher) des Collectors.
Checkliste zur schnellen Überprüfung
- Überprüfen Sie, ob die erwarteten Infra-Entities/Dashboards von NRDOT angezeigt werden
- Überprüfen Sie den Fluss von Traces/Metriken/Logs aus OTel-instrumentierten Services
- Überprüfen Sie die Health der Collector-Pipeline (Throughput + Warteschlange/Rückstau)
Nächste Schritte
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