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eBook

DevOps ohne Messung der richtigen Metriken ist der falsche Ansatz

So messen und verfolgen Sie die fünf Treiber, die für den DevOps-Erfolg ausschlaggebend sind

Table of contents

Einführung

Immer mehr Organisationen stellen fest, dass ihre seit Monaten laufende DevOps-Initiative noch immer kaum Wirkung zeigt. Zwar lassen sich Ressourcen dank Automatisierung inzwischen leichter bereitstellen, aber an anderen Stellen in den Arbeitsabläufen treten weiterhin Engpässe auf und die Techniker werden nach wie vor von unerwarteten Ausfällen und Leistungsproblemen in Atem gehalten.

Die dank DevOps verbesserte Zusammenarbeit zwischen isolierten Teams schlägt sich zunehmend in häufigeren Code-Bereitstellungen, kürzeren mittleren Lösungszeiten (MTTR), kürzeren Vorlaufzeiten für Änderungen und letztlich im Geschäftsergebnis nieder.1 Doch diese Erfolge setzen eine Transformation voraus, die alles andere als einfach ist. Hier ist ein Umdenken in der gesamten Kette der Arbeitsabläufe nötig.

Die Frage „Wie soll man das messen?“ ist der Kern einer jeden guten Engineering-Kultur. Ganz gleich, ob es um die Einführung einer neuen Funktion oder um eine größer angelegte Initiative der Organisation geht, erst die Messungen übersetzen Ihre Bemühungen in aussagekräftige Ergebnisse, die jeder sehen und verstehen kann. Umgekehrt können Arbeiten ohne messbare Ziele zum Erliegen kommen, wenn Teams oder einzelne Mitarbeiter sich ausgebeutet oder unterbewertet fühlen (z. B. weil sie außerhalb der Geschäftszeiten auf Abruf sind), wohingegen durch Daten belegte, messbare Erfolge ihnen das Gefühl vermitteln, Teil einer gemeinsamen Reise zu sein. 

Ob Sie mit Ihrem DevOps-Ansatz Erfolg haben, können Sie erst dann mit Sicherheit sagen, wenn Sie genau wissen, dass Sie die richtigen Dinge messen und beim Management Ihrer DevOps-Operation stets alle KPIs im Blick haben. Anders ausgedrückt: DevOps ohne Messung der richtigen Metriken ist der falsche Ansatz.

Dieses E-Book stellt fünf wichtige Treiber für den DevOps-Erfolg vor und zeigt Ihnen, was Sie wie messen müssen, um erfolgreich zu sein: Geschäftserfolg, Kundenerlebnis, Anwendungs- und Infrastrukturperformance, Entwicklungsgeschwindigkeit und Qualität.

1. Puppet’s 2017 State of DevOps report

Treiber 1: Geschäftserfolg

Das erste Prinzip im Manifest für agiles DevOps lautet: „Unsere höchste Priorität ist es, den Kunden durch frühzeitige und kontinuierliche Bereitstellung wertvoller Software zufriedenzustellen.“ Kundenzufriedenheit ist ein Beispiel für eine Metrik der Softwarebereitstellung, die einen direkten Bezug zu den Geschäftszielen hat. Aber wie können wir den Rest dieses Prinzips definieren und messen – die Bereitstellung wertvoller Software? Was bedeutet das für Ihr Geschäft?

Wir können definieren, was wertvolle Software bedeutet, indem wir sie mit einer Reihe messbarer Ziele in Verbindung bringen, deren Erreichung für das Unternehmen am wichtigsten ist. So ist Software beispielsweise für das Unternehmen wertvoll, wenn sie dazu beiträgt, die Kundenbasis zu vergrößern, den Umsatz zu steigern, die Kundenservicekosten zu verringern usw.

Sprechen Sie mit den Stakeholdern und Führungskräften in Ihrem Unternehmen, um herauszufinden, was die relevanten Geschäftsziele sind und welche durch zügiges Bereitstellen innovativer Software beeinflusst werden können. 

Je nach Branche, Unternehmensreife, Marktanteil und anderen Variablen könnte sich Ihre Software zum Beispiel auf die folgenden KPIs auswirken:

  • Konversionsraten
  • Durchschnittsertrag pro Benutzer
  • Kundengewinnungskosten
  • Kundenabwanderungsrate
  • Wiederkehrender oder inkrementeller Ertrag
  • Verlängerungen und/oder Abonnements 

Eine Einigung auf die Geschäftsziele für Ihre Software hilft dem DevOps-Team, seine Tätigkeiten mit einem messbaren Satz von Erfolgsindikatoren in Verbindung zu bringen. Dieser datengestützte Ansatz verbessert die Priorisierung und die Entscheidungsfindung, etwa wenn es darum geht, welche Features in der Software enthalten sein sollen, wie Ressourcen zugewiesen werden und wie groß Ihr DevOps-Team sein soll.


Besonderer Einsatz für den Geschäftserfolg

Dem Fachhändler REI ist es besonders wichtig, dass seine Mitglieder und Kunden seine große Auswahl an Outdoor-Produkten und Dienstleistungen optimal nutzen können. Damit alle seine Apps und Websites den Erwartungen an ein großartiges digitales Kundenerlebnis gerecht werden, setzt das IT-Team des Unternehmens auf ein kontinuierliches Bereitstellungsmodell, bei dem der Code mehrmals am Tag verteilt wird. 

Das bedeutet, dass die Entwickler einen umfassenden Einblick in die Produktionsumgebung benötigen, damit sie die Entwicklung der Geschäftskennzahlen sowie der Performance- und der Fehlerdaten verfolgen können. „Die Website-Performance ist für uns nicht mehr nur eine rein technische Angelegenheit, sondern ein echter Geschäftsfaktor mit Auswirkungen auf die Conversion und das Benutzererlebnis“, sagt Todd Wilson, Director of Platform Engineering von REI. „Inzwischen richten wir Performance-Dashboards ein, mit denen das Unternehmen den Wert der Performance als geschäftliche Investition untersuchen kann.“


Treiber 2: Kundenerlebnis

Angenommen, ein Unternehmen namens Gamechanger Industries hat eine zündende Idee für eine Anwendung, die aus der vorhandenen Kundenbasis des Unternehmens eine neue wiederkehrende Einnahmequelle schafft. Ein kleines Projektteam bestehend aus Business-, Development-, Operations- und Sicherheitsexperten wird zusammengestellt. Das Team ist sich voll über das Geschäftsziel – Erzeugung einer wiederkehrenden Einnahmequelle – im Klaren und schafft es, die neue Anwendung in Rekordzeit zu entwickeln und bereitzustellen. Die Kunden laden die neue App in Scharen herunter. Eine echte DevOps-Erfolgsstory!

Aber Moment mal … nach kurzer Zeit verwenden die Kunden die App nicht mehr. Viele löschen sie sogar von ihren Geräten. Was ist passiert?

Vielleicht ist es das Kundenerlebnis, das die Erwartungen nicht erfüllen konnte. War die App vielleicht zu komplex? Zu langsam? Waren bei kritischen Interaktionen zu viele Schritte erforderlich? Löste sich das Team nach dem Release auf und widmete sich einem anderen Projekt? Wenn der Kunde zu frustriert ist, um die Transaktion abzuschließen, die zur Erzeugung zusätzlicher Einnahmen erforderlich ist, ist der DevOps-Ansatz schiefgegangen.

Wenn es sich hier um Ihr eigenes Unternehmen handeln würde, wüssten Sie nicht, ob das Problem beim Kundenerlebnis liegt … es sei denn, Sie würden die richtigen KPIs in Ihrer Software messen und verfolgen. Nachfolgend einige KPIs, die mit dem Kundenerlebnis in Verbindung stehen:

  • Wahrgenommene Antwortzeiten von Schlüsseltransaktionen
  • Häufigkeit von Schlüsseltransaktionen
  • Anzahl von Besuchen pro Benutzer/pro Woche
  • Benutzerwachstumsraten
  • Trichter-/Konversionsraten
  • In der App verbrachte Zeit
  • A/B-Testergebnisse
  • Kundenzufriedenheit 

Die Moral der Geschichte: Das bloße Ausrichten von Innovation und Softwareentwicklung an den Geschäftszielen reicht nicht aus. Sie müssen diese Erfolgsaspekte auch mit Schlüsselbereichen des Kundenerlebnisses verknüpfen und messen, wie Sie hier abschneiden.

VERPASSEN SIE NICHT UNSER NEUES E-BOOK: DevOps – so geht es richtig: Best Practices zur Überwindung von Erfolgshindernissen


Überdurchschnittliche Technologieperformance sorgt für überdurchschnittliches Gasterlebnis

Der weltweit führende Sportveranstalter Topgolf unterhält jährlich mehr als 13 Millionen Gäste an über 41 Schauplätzen auf der ganzen Welt. Als das Unternehmen innerhalb kurzer Zeit 20 neue Veranstaltungsorte einrichtete, benötigten seine DevOps-Teams in der Zentrale Echtzeit-Einblick in die an den neuen Standorten jeweils ausgeführte Software.

Dank Performance-Monitoring sind die Topgolf-Techniker in der Lage, Probleme zu finden und zu beheben, bevor sie die Gäste oder das Personal beeinträchtigen können. Darüber hinaus lässt sich das Team bei der proaktiven Verbesserung des Gästeerlebnisses durch Echtzeit- und historische Trendanalysen leiten. „Wir müssen dafür sorgen, dass die Software nicht nur an allen Veranstaltungsorten läuft, sondern auch nicht zu langsam ist und den Spielablauf behindert“, sagt Kenny Sullivan, Director of Applications bei Topgolf. „Von der Software-Performance hängt es ab, ob wir unseren Kunden ein wirklich angenehmes Erlebnis bieten oder nicht.“


Treiber 3: Anwendungs- und Infrastrukturperformance

Sehen wir uns noch einmal unser vorheriges Beispiel an. Das Unternehmen Gamechanger Industries hat eine innovative Idee für eine Anwendung, die aus der vorhandenen Kundenbasis eine neue wiederkehrende Einnahmequelle erzeugt und dem Unternehmen hilft, seine Geschäftsziele zu erreichen. Diesmal steckt Gamechanger auch Ziele für das Kundenerlebnis und optimiert die Anwendung entsprechend, damit diese Ziele in greifbare Nähe rücken. Die Bemühungen zahlen sich aus. Die Betaversion der Gamechanger-App ist ein Hit, der reißenden Absatz findet, und das Unternehmen kann kaum mit der Nachfrage Schritt halten.

Trotz proaktiver Maßnahmen zur Skalierung der Infrastruktur rufen aber plötzlich verärgerte Kunden beim Kundensupport an und beschweren sich über mangelnde Performance und Fehler. Bei einer verteilten Cloud-Architektur ist es für das Incident Response Team nicht gerade einfach festzustellen, wo genau das Problem liegt. Ist es der neue Code? Ist der Cloud-Service nicht angemessen dimensioniert? Tritt das Problem nur bei einem Host auf? Oder liegt der Fehler ganz woanders? 

Moderne Anwendungsarchitekturen bieten enorme Agilität und Skalierbarkeit, sind aber häufig relativ komplex. Die Erfahrung des Kunden hängt oft von vielen Faktoren ab – von serverseitigen Anwendungsdiensten über Abhängigkeiten von Drittanbieterdiensten bis zu einer Reihe dynamisch zugewiesener Rechenressourcen in Ihrem eigenen Rechenzentrum oder dem eines öffentlichen Cloud-Providers. Änderungen im laufenden Betrieb, wie sie durch DevOps möglich werden, setzen ein schnelles Feedback dazu voraus, welcher Teil des Anwendungsstapels das Kundenerlebnis beeinträchtigt. Und da die Cloud-Kosten einen wachsenden Anteil Ihres IT-Budgets verschlingen, ist es wichtig, das beste Kundenerlebnis in möglichst effizienter Weise bereitzustellen. 

Um Performance-Probleme zu erkennen, bevor sie sich manifestieren, müssen Performance-KPIs in der gesamten Anwendung und Infrastruktur verfolgt und überwacht werden. Nachfolgend einige dieser KPIs, auf die Ihr Team hoffentlich schon ein genaues Auge hat:

  • Antwortzeit der App
  • Antwortzeit der Datenbank
  • Performance von Drittanbieter-Services
  • Ressourcenausnutzung
  • Cloud-Kosten

Testen der App auf Performance-Probleme

Das weltweit größte Steuerberatungsunternehmen H&R Block ist seit über 50 Jahren in Kanada tätig und unterhält dort derzeit mehr als 1.200 Niederlassungen. Für sein Geschäft, das sich auf einen einzigen, entscheidenden Termin und die Monate davor konzentriert, ist es ausschlaggebend, dass es die Performance seiner DIY-Online-Steuererklärungssoftware laufend überwachen kann. 

Um die enormen Spitzen in dem für sein Geschäft so bedeutenden Benutzerdatenverkehr zu bewältigen, benötigt H&R Block volle Echtzeit-Transparenz, damit Performance-Probleme schnellstmöglich behoben und die Auswirkungen der Performance auf die Kunden rasch analysiert werden können. „Das DevOps-Team kann die Codezeile aufspüren, die ein Problem verursacht, und Rückschlüsse auf das Datenmodell ziehen, das den Fehler auslöst. Dadurch konnten wir die Qualität des Produkts grundlegend verbessern“, sagt Dave Falkenberg, Director of Product Development and Compliance bei H&R Block Canada.


Treiber 4: Entwicklungsgeschwindigkeit

Jeder weiß, dass Geschwindigkeit für den DevOps-Erfolg das A und O ist. Sehen wir uns noch einmal unsere Beispielfirma Gamechanger Industries an. Wenn das DevOps-Team zwar alle Ziele für seine neue App erfüllen kann – Umsatz, Kundenerlebnis und Anwendungsleistung –, aber dazu ein ganzes Jahr braucht, wird Gamechanger seinem Namen sicherlich nicht gerecht. Das Unternehmen verpasst so vielleicht eine außerordentliche Marktchance, verliert wertvolle Kunden und Erträge oder fällt hinter die Konkurrenz zurück. In jedem Fall ist Langsamkeit bei Entwicklung und Deployment ein Schuss, der nach hinten losgeht.

DevOps-Teams müssen immer auf die Geschwindigkeit bei der Entwicklung und Bereitstellung von Apps und bei der Behebung von Problemen, die bei der Produktion auftreten, achten. Hier einige Metriken, mit denen Sie Ihren Erfolg in diesem Bereich messen können:

  • Vorlaufzeit für Änderungen
  • Häufigkeit der Code-Releases
  • MTTR

Wenn es um Geschwindigkeit geht, verlassen sich viele Organisationen auf Cloud-Computing, um die Entwicklung und Bereitstellung von Software zu straffen und zu beschleunigen. Durch IaaS (Infrastructure-as-a-Service) und PaaS (Platform-as-a-Service) erhalten DevOps-Teams Zugang zu Services, die sie brauchen, um neue Produkte rasch auf den Markt zu bringen, ohne dabei Server, Netzwerke oder Speicher selbst verwalten zu müssen. 

Wie bei den anderen Treibern des DevOps-Erfolgs können wir uns aber auch hier nicht einfach auf das Tempo konzentrieren und dabei andere Ziele außer Acht lassen – insbesondere die Softwarequalität, die sich ja stark auf Kundenerlebnis und Anwendungsleistung auswirkt. Eine schnelle Entwicklung und Bereitstellung kann sogar negative Konsequenzen haben, wenn die Deployment-Qualität leidet, denn dies führt zu zusätzlichem Aufwand, um Qualitätsprobleme zu beheben, die bei der Produktion auftreten.


Das Bedürfnis nach Geschwindigkeit

Trek Bicycle Corporation stellt Fahrräder und Zubehörprodukte her und bietet über die eigene Online-Präsenz eine Fülle hochwertiger Informationen und Erfahrungen zum Thema Radsport an. Um den ständig steigenden Kundenerwartungen gerecht zu werden, ist allerdings ein starkes System von kontinuierlichem Feedback und Agilität erforderlich. 

Rasches Feedback zu den Entwicklungsarbeiten ist entscheidend für schnellere Entwicklungszyklen. „Bei großen Plattform-Upgrades sind schon gelegentlich Performance-Probleme aufgetreten“, sagt Jason Endres, Web Technologies Manager bei Trek. „Ohne New Relic hätten wir vermutlich ein oder zwei Wochen länger für die Fehlersuche gebraucht. Doch so konnten wir unsere Entwicklungszyklen durch punktgenaue Suche verkürzen. Und dadurch hat unser DevOps-Team wiederum mehr Freiraum für strategische Projekte.“


ChatOps macht Zusammenarbeit möglich

Systemausfälle sind praktisch unvermeidlich. Deshalb muss das Störungsteam bei Bedarf rasch eingreifen können, um das Problem zu beheben. ChatOps-Tools wie Slack sind für DevOps-Teams mittlerweile zu einem wichtigen Mittel für die effiziente Kommunikation während eines Vorfalls geworden. In einem auditierbaren Gruppenchatraum können sich alle an der Störungsbehebung beteiligten Parteien laufend über das Geschehen informieren. Neben Chat-Diskussionen können Plug-ins und Integrationen Echtzeitinformationen aus diversen Entwicklungs- und Operations-Tools bereitstellen. Zentrale Kommunikationslogs mit Zeitstempel, Echtzeitinteraktionen mit DevOps-Tools und Unterstützung durch Chat-Bots – all dies hat eine neue Ära der Kooperation zwischen DevOps-Teams eingeläutet. Wir nennen es ChatOps.

Mit ChatOps erhalten Sie einen zentralen Ort, um Informationen von Personen und aus Tools in Echtzeit zu speichern. Diese aufgezeichnete Ereignishistorie schafft ein Höchstmaß an Transparenz und hilft Ihnen, zu verstehen, wie die Dinge laufen und wie auftretende Probleme gelöst werden. ChatOps zeichnet sich durch hohes Tempo und Agilität aus und ist als Echtzeit-Konversationstool ideal für DevOps-Teams und die Personen geeignet, die letztendlich für ihren Erfolg verantwortlich zeichnen.

Beispiel für ChatOps mit Slack und New Relic Alerts
Beispiel für ChatOps mit Slack und New Relic Alerts

Treiber 5: Qualität

Eine schnellere Entwicklung und Bereitstellung von Software ist schön und gut, aber der echte Mehrwert von DevOps liegt in der Lieferung hochwertiger Software. Dieser Schwerpunkt auf Qualität lässt sich auf die Kaizen-Praxis der Verbesserung im Fertigungsprozess zurückführen, von der sich die Kernprinzipien von DevOps ableiten . Für Softwareunternehmen bedeutet dies eine kontinuierliche Verbesserung des Arbeitsflusses durch Entwicklungs- und Deploymentprozesse unter Ausnutzung kurzer Feedback-Loops, um jederzeit kleine Verbesserungen vornehmen zu können. Die Idee, schnell kleine Änderungen mit kurzen Feedback-Loops durchzuführen, ist letztendlich der Bereitstellung hochwertiger Software zuträglich und sorgt dafür, dass Ihre Kunden das bestmögliche Erlebnis haben.

Wenn Sie es sich recht überlegen, ist die Prämisse, die DevOps zugrunde liegt, eigentlich ein Widerspruch in sich: schnellere und bessere Lieferung von Software. Schließen sich diese beiden Adjektive nicht gegenseitig aus? Kürzere Entwicklungszyklen und engere Zusammenarbeit im Rahmen eines DevOps-Ansatzes bedeuten, dass Sie Probleme abfangen, ehe sie in die Produktion gehen, und sie daher schneller lösen können als dann, wenn schon Feuer unter dem Dach ist.

Beim Support für Software, die sich in Produktion befindet, geht es oft eher darum, Brände zu löschen, als proaktiv Zeit mit sinnvollen Dingen wie Building und Testing zu verbringen. Die Softwarequalität steht in direktem Zusammenhang mit Vorfällen, die die Kunden betreffen. Sie sind also gut beraten, Zeit und die Energie in das frühzeitige Identifizieren von Qualitätsproblemen zu investieren. Außerdem möchten Sie doch sicher nicht, dass Ihre Probleme von Kunden aufgedeckt werden! Ansätze wie TDD (Test Driven Development), CI (Continuous Integration) und CD (Continuous Deployment) können dazu beitragen, Aufgaben zu priorisieren, deren Fokus die Qualitätsverbesserung ist.

MEHR ZUM THEMA: Continuous Delivery, Continuous Deployment und Continuous Integration: Was ist der Unterschied? [auf Englisch]

Nachfolgend einige Metriken, anhand derer Sie messen können, wie gut Ihre Software im Hinblick auf die kontinuierliche Verbesserung abschneidet:

  • Uptime
  • Deployment-Erfolgsrate
  • Fehlerraten (Client und Server)
  • Abstürze von Mobilgeräten
  • Schwere der Zwischenfälle

Da viele Qualitätsprobleme erst offenbar werden, wenn die Software in Produktion ist, ist es außerordentlich wichtig, alle Metriken vor und nach dem Deployment vergleichen zu können, um die Auswirkung eines bestimmten Release zu erkennen. Dieser Ansatz hilft dem Team außerdem dabei, unverzüglich zu reagieren, eventuell ein Release-Rollback vorzunehmen oder eine schnelle Lösung für aufgetretene Probleme zu bieten.


Die Essenz der Perfektion

Irish Distillers ist Irlands führender Anbieter von Spirituosen und Weinen sowie Hersteller der weltweit bekanntesten und erfolgreichsten irischen Whiskeys. Irish Distillers exportiert seine Marken in mehr als 130 Märkte, allen voran die wachstumsstärkste irische Whiskymarke Jameson. Um sicherzustellen, dass die Qualität seiner digitalen Präsenz der seiner Produkte entspricht, benötigt Irish Distillers vollen Einblick in die Performance seiner kundenorientierten Marketing-Websites – insbesondere angesichts der steigenden Bereitstellungsgeschwindigkeit – sowohl im Hinblick auf die Benutzerfreundlichkeit als auch auf die Leistung des Backend-Codes.

Als Head of IT Marketing and Sales Solutions von Irish Distillers ermutigt Pete McVicar seine Teams, das DevOps-Modell der konstanten, agilen Entwicklung mit Eigenverantwortung für die Qualität neuer Funktionen zu übernehmen. „Bei unseren zweiwöchigen Sprints spielen die wöchentlichen E-Mail-Berichte von New Relic eine entscheidende Rolle“, erklärt McVicar. „Sie zeigen uns nicht nur, wie gut die neuen Funktionen arbeiten, sondern auch, wie sie sich auf die übrige Website auswirken.“


Alles zu einem sinnvollen Ganzen verbinden

Fassen wir nun die fünf Treiber für DevOps-Erfolg – Geschäftserfolg, Kundenerlebnis, Anwendungs- und Infrastrukturperformance, Entwicklungsgeschwindigkeit und Qualität – zu einem Gesamtbild der Bereiche zusammen, die Sie überwachen und verfolgen sollten. Bei unserer Beispielfirma, Gamechanger Industries, hat sich gezeigt, wie wichtig es ist, sich auf jeden einzelnen dieser Bereiche zu konzentrieren, um von DevOps zu profitieren und messbare Geschäftserfolge zu erzielen.

Je nachdem, wie erfolgreich Sie bereits beim Erreichen Ihrer Unternehmensziele sind, müssen Sie entscheiden, welche KPIs momentan für Sie am wichtigsten sind. Wenn Sie nicht schon dabei sind, Metriken zu verfolgen, sollten Sie das schleunigst tun. Sie können als Erstes eine Basislinie festlegen und die Metriken überwachen, um sicherzustellen, dass sie sich wie gewünscht verhalten.

Ein Thema, das wir noch nicht angeschnitten haben: Wie sollten Ressourcen und Zeit auf die einzelnen DevOps-Erfolgstreiber verteilt werden? Diese Verteilung ist selten statisch, sondern passt sich je nach Geschäftsumgebung und Gesamtstrategie dynamisch an. So werden Unternehmen, die noch am Anfang des Produktentwicklungszyklus stehen, einen Großteil ihrer Zeit mit Innovation verbringen, um neue Funktionen zu erstellen. Ein Produkt, das sich im Wachstumsmodus befindet, muss die Leistung und Stabilität berücksichtigen, je reifer und beliebter das Produkt wird. Bei ausgereiften Produkten wiederum muss der Schwerpunkt sowohl auf Innovation als auch auf Qualität liegen – Innovation, um wettbewerbsfähig zu bleiben und das Produkt weiterzuentwickeln, und Qualität, um die „technischen Schulden“ abzutragen.

Der von dem New Relic-Mitarbeiter und Wiki-Erfinder Ward Cunningham geprägte Begriff „Technical Debt“ bzw. „technische Schulden“ bezieht sich auf den zusätzlichen Entwicklungsaufwand zum Umschreiben und Verbessern von Code, der schnell bereitgestellt wurde und daher möglicherweise nicht einwandfrei ist. Laut dem DevOps-Experten Gene Kim muss eine 20-prozentige Steuerschuld entrichtet werden, andernfalls fallen die doppelten Kosten an, um die angestauten Probleme zu beheben.

Um das perfekte Gleichgewicht zwischen den Erfolgstreibern zu finden, müssen Sie folgende Punkte beachten: Geschäftsstrategie, Wettbewerbslandschaft und Lebenszyklusphase Ihres Produkts. Jeder Treiber ist eine Art Wahlscheibe, die wunschgemäß eingestellt und an die dynamischen Geschäftsprioritäten angepasst werden kann.

Die richtigen Daten erfassen

Der wichtigste Teil der Erfolgsmessung sind die Daten. DevOps-Initiativen können nur dann erfolgreich sein, wenn die richtigen Daten verfügbar sind – d. h. die KPIs, die Sie laut Ihrer Einschätzung verfolgen und überwachen müssen, sowie verwandte Einsichten in Entwicklungsgeschwindigkeit, Qualität, Anwendungs- und Infrastrukturperformance, Kundenerlebnis und Geschäftserfolg. 

Als datengestützte DevOps-Organisation können Sie den Fortschritt Ihres Teams nicht nur verfolgen und überwachen, sondern gleichzeitig eine Kultur der Kooperation und Kollegialität stärken. Daten befreien den Entscheidungsprozess von Emotionen und Schuldzuweisungen und sorgen stattdessen für eine gemeinsame Sprache, die alle Mitarbeiter in jeder Rolle sprechen, gleich wie erfahren oder fachkundig sie sind.

Beispiel für das New Relic-Dashboard
Beispiel für das New Relic-Dashboard

Es ist nicht schwer, die richtigen Daten zu erhalten, aber Sie brauchen die richtigen Tools, die Daten automatisch erfassen und Ihnen dann helfen, diese Daten schnell und einfach auszuwerten, anzuzeigen und zu teilen. Die von Ihnen gewählte Lösung sollte detaillierte Echtzeit- und historische Daten zu den fünf Treibern des DevOps-Erfolgs liefern. Sie brauchen zumindest Folgendes:

  • Proaktives Anwendungsperformance-Monitoring: Je mehr moderne Technologien wie Cloud, Container und serverlose Funktionen die Infrastruktur abstrahieren, desto wichtiger wird es, die Performance der Anwendung im Blick zu behalten. Die Anwendung ist entscheidend für das Kundenerlebnis – und damit auch für Ihren Geschäftswert. Suchen Sie nach einem Tool, das Ihnen hilft, die Performance Ihrer Anwendungen und Infrastruktur in den für Ihre Kunden wichtigsten Aspekten umfassend zu analysieren.
  • Kundenerlebnis-Management: Das von Ihnen gewählte Tool sollte Daten bereitstellen, mit denen Sie das Kundenerlebnis rund um die Uhr in allen Ihren digitalen Kanälen messen können, selbst wenn es keinen Benutzer im System gibt. Außerdem sollte die Lösung Ihrem Team helfen, die Frontend-Verarbeitungsebene zu managen, in der sich mehr und mehr Code befindet.
  • Robuste Analyse: Um eine datengestützte Kultur zu schaffen, die Entwickler, das Operations-Team und Business-Stakeholder einschließt, brauchen Sie flexible Tools, darunter konfigurierbare Dashboards und die Fähigkeit, detaillierte technische Analysen vorzunehmen, um den Geschäftserfolg zu quantifizieren.
  • Deployment-Management: Außerdem brauchen Sie Reporting-Funktionen, um die jüngsten Deployments und ihre Auswirkung auf die Anwendungsleistung und Endbenutzer vorher und nachher aufzeigen, darunter alle eventuell aufgetretenen Fehler. Damit können Sie Ihre leistungsbezogenen KPIs verfolgen und messen.

Beachten Sie beim Evaluieren einer Lösung, dass das Verfolgen und Überwachen von Daten auf einer einzigen Plattform das Management Ihrer gesamten DevOps-Bemühungen strafft und vereinfacht. Wenn Sie mit einer einzigen Plattform arbeiten, können Sie Ihrem gesamten Team und allen Mitarbeitern eine einheitliche Ansicht Ihrer Software bieten. Dadurch wird es einfacher, Entscheidungen zu treffen. Die Verwendung des gleichen Tools für Dev- und Ops-Teams fördert das Verständnis, wie die Software bereitgestellt wird und wie sie funktioniert. Integrierte Benachrichtigungen, Dashboards und Analysen tragen dazu bei, dass jeder intelligenter arbeiten und schneller reagieren kann. Eine Softwareanalyseplattform wie New Relic bietet alle diese Funktionen in einer integrierten holistischen Lösung.


Vielfalt schaffen mit Daten

Daten helfen Ihnen, ein gut aufeinander eingespieltes und leistungsstarkes DevOps-Team zusammenzustellen, und die Vielfalt in Ihrem Team, das sich aus den unterschiedlichsten Menschen aus den unterschiedlichsten Kulturen zusammensetzt, zu stärken. Daten werden zu der Sprache, die alle sprechen. Teammitglieder können dank Daten klarer kommunizieren, Schuldzuweisungen aus dem Weg gehen und sich darauf konzentrieren, die bestmögliche Leistung zu erbringen. Das ist ein wichtiger Gesichtspunkt, denn Vielfalt im Team trägt zu einer positiven und stimulierenden Arbeitsumgebung bei, in der sich die Mitarbeiter unterstützt und akzeptiert fühlen.


Zusammenfassung

Mit dem herkömmlichen Wasserfallmodell zur Softwareentwicklung und -bereitstellung wäre ein Erfolg bei den hier angesprochenen fünf Treibern ein Ding der Unmöglichkeit.

Wenn Sie in allen fünf Bereichen erfolgreich sein möchten, gibt es für Sie nur eine Lösung: datengestütztes DevOps. Durch Verfolgen und Messen der richtigen Metriken erhalten Sie die Einsichten, die Sie brauchen, um außerordentliche Ergebnisse zu erzielen – sei es das Schaffen einer innovativen neuen App mit disruptivem Potenzial oder die Bereitstellung eines fantastischen neuen Kundenerlebnisses.

Auf Ihrer DevOps-Reise trägt Ihr Team maßgeblich dazu bei, Ihre Firma zu einem besseren Softwareunternehmen zu machen. Und das ist die wichtigste Aufgabe in der digitalen Wirtschaft von heute, in der jede Firma ein Softwareunternehmen ist.

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