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eBook

DevOps ohne Messung der richtigen Metriken—
der falsche Ansatz

So messen und verfolgen Sie die fünf Treiber, die für den DevOps-Erfolg ausschlaggebend sind

Table of contents

Einführung

Die DevOps-Bewegung gewinnt immer mehr an Fahrt — und nach Auffassung vieler Experten wurde es auch langsam Zeit. Schließlich ist schon lange klar, dass Zusammenarbeit und Transparenz über den gesamten Bereitstellungsprozess hinweg dazu beitragen, dass jeder optimal arbeiten kann. Gute Zusammenarbeit bedeutet schnellere Lieferung von Software, weniger Fehler, schnellere Lösung von Problemen und bessere Zuweisung von begrenzten Ressourcen.

Die schnellere Entwicklung besserer Software ist allerdings noch nicht das Ende vom Lied und auch nicht der einzige Grund für die Implementierung von DevOps. Damit Ihre DevOps-Bemühungen ein Erfolg auf ganzer Linie sind, reicht es nicht, dass Sie nur den Konflikt zwischen Operations und Entwicklung lösen, um bessere Software-Ergebnisse zu erhalten. Sie müssen demonstrieren, dass das, was Sie tun, eine positive Auswirkung auf Ihr Unternehmen hat, unabhängig davon, welchen Namen Sie Ihren Änderungen geben und welche Kultur Sie aufbauen.

Um erfolgreich zu sein, müssen Sie eine Reihe von Zielen definieren und aneinander angleichen: auf der einen Seite schnell bereitgestellte und qualitativ hochwertige Software, die ein solides Kundenerlebnis bietet, und auf der anderen Seite Ziele für Innovation und Geschäftserfolg. DevOps-Initiativen, die nicht mit Geschäftszielen gekoppelt sind, werden u. U. mit Argwohn betrachtet, wenn Teams und einzelne Mitarbeiter das Gefühl haben, sie werden ausgenutzt oder nicht genug geschätzt (etwa wenn sie außerhalb der Geschäftszeiten auf Abruf bereitstehen müssen), statt Teil einer gemeinsamen Reise zu sein und Erfolg und Fortschritt messen und nachweisen zu können.

Ob Sie mit Ihrem DevOps-Ansatz Erfolg haben, können Sie erst dann mit Sicherheit sagen, wenn Sie genau wissen, dass Sie die richtigen Dinge messen und Ihre DevOps-Operation so managen, dass alle KPIs immer im Gleichgewicht sind. Anders ausgedrückt: DevOps ohne Messung der richtigen Metriken ist der falsche Ansatz.

Dieses E-Book stellt fünf wichtige Treiber für den DevOps-Erfolg vor und zeigt Ihnen, was Sie wie messen müssen, um erfolgreich zu sein.

Treiber 1: Geschäftserfolg

Das erste Prinzip im Manifest für agiles DevOps lautet: „Unsere höchste Priorität ist es, den Kunden durch frühzeitige und kontinuierliche Bereitstellung wertvoller Software zufriedenzustellen.“ Kundenzufriedenheit ist ein Beispiel für eine Metrik der Softwarebereitstellung, die einen direkten Bezug zu den Geschäftszielen hat. Aber wie können wir den Rest dieses Prinzips definieren und messen — die Bereitstellung wertvoller Software? Was bedeutet das für Ihr Unternehmen?

Wir können definieren, was wertvolle Software bedeutet, indem wir sie mit einer Reihe messbarer Ziele in Verbindung bringen, deren Erreichung für das Unternehmen am wichtigsten ist. So ist Software beispielsweise für das Unternehmen wertvoll, wenn sie dazu beiträgt, die Kundenbasis zu vergrößern, den Umsatz zu steigern, die Kundenservicekosten zu verringern usw.

Sprechen Sie mit den Stakeholdern und Führungskräften in Ihrem Unternehmen, um herauszufinden, was die relevanten Geschäftsziele sind und welche durch zügiges Bereitstellen innovativer Software beeinflusst werden können.

Je nach Branche, Unternehmensreife, Marktanteil und anderen Variablen gibt es die folgenden KPIs, auf die sich Ihre Software potenziell auswirken könnte:

  • Konversionsraten
  • Durchschnittsertrag pro Benutzer
  • Kundengewinnungskosten
  • Kundenabwanderungsrate
  • Wiederkehrender oder inkrementeller Ertrag
  • Verlängerungen und/oder Abonnements

Eine Einigung auf die Geschäftsziele für Ihre Software hilft dem DevOps-Team, seine Tätigkeiten mit einem messbaren Satz von Erfolgsindikatoren in Verbindung zu bringen. Dieser datengestützte Ansatz verbessert die Priorisierung und die Entscheidungsfindung, etwa wenn es darum geht, welche Features in der Software enthalten sein sollen, wie Ressourcen zugewiesen werden und wie groß Ihr DevOps-Team sein soll.

Datengestützter Geschäftserfolg

Mit 70 Millionen aktiven Usern pro Monat in mehr als 195 Ländern ist Miniclip ein weltweit führender Anbieter digitaler Spiele und mobiler Game-Apps auf mobilen, Social-Media- und Online-Plattformen. Die mobilen Spiele des Unternehmens wurden bisher mehr als 500 Millionen Mal heruntergeladen, und Millionen von Benutzern spielen täglich 8 Ball Pool™, Soccer Stars
und Tanki Online.

Durch Messen und Verfolgen von KPIs konnte Miniclip einen DevOps-Ansatz mit kleinen Teams umsetzen, um Ressourcen zur Entwicklung neuer Spiele freizugeben. „Wir können Effizienzverbesserungen verzeichnen, die uns Tage, Stunden und sogar Monate an Zeit sparen, bevor wir ein neues Produkt auf den Markt bringen“, sagt Camilo Marrugo, Chief Technology Officer bei Miniclip. „Jetzt können sich unsere Entwickler auf Spaß und Innovation konzentrieren statt darauf, Brände zu löschen.“

Mehr zur Story von Miniclip >

Treiber 2: Kundenerlebnis

Angenommen, ein Unternehmen namens Gamechanger Industries hat eine zündende Idee für eine Anwendung, die aus der vorhandenen Kundenbasis des Unternehmens eine neue wiederkehrende Einnahmequelle schafft. Ein kleines Projektteam bestehend aus Business-, Development-, Operations- und Sicherheitsexperten wird zusammengestellt. Das Team ist sich voll über das Geschäftsziel — Erzeugung einer wiederkehrenden Einnahmequelle — im Klaren und schafft es, die neue Anwendung in Rekordzeit zu entwickeln und bereitzustellen. Die Kunden laden die neue App in Scharen herunter. Eine echte DevOps-Erfolgsstory!

Aber Moment mal… nach kurzer Zeit verwenden die Kunden die App nicht mehr. Viele löschen sie sogar von ihren Geräten. Was ist passiert?

Vielleicht ist es das Kundenerlebnis, das die Erwartungen nicht erfüllen konnte. War die App vielleicht zu komplex? Zu langsam? Waren bei kritischen Interaktionen zu viele Schritte erforderlich? Löste sich das Team nach dem Release auf und widmete sich einem anderen Projekt? Wenn der Kunde zu frustriert ist, um die Transaktion abzuschließen, die zur Erzeugung zusätzlicher Einnahmen erforderlich ist, ist der DevOps-Ansatz schiefgegangen.

Wenn es sich hier um Ihr eigenes Unternehmen handeln würde, wüssten Sie nicht, ob das Problem beim Kundenerlebnis liegt… es sei denn, Sie würden die richtigen KPIs in Ihrer Software messen und verfolgen. Nachfolgend einige KPIs, die mit dem Kundenerlebnis in Verbindung stehen:

  • Wahrgenommene Antwortzeiten bei Schlüsseltransaktionen
  • Häufigkeit von Schlüsseltransaktionen
  • Anzahl von Besuchen pro Benutzer/pro Woche
  • Benutzerwachstumsraten
  • Trichter-/Konversionsraten
  • In der App verbrachte Zeit
  • A/B-Testergebnisse
  • Kundenzufriedenheit

Die Moral der Geschichte: Das bloße Ausrichten von Innovation und Softwareentwicklung an den Geschäftszielen reicht nicht aus. Sie müssen diese Erfolgsaspekte auch mit Schlüsselbereichen des Kundenerlebnisses verknüpfen und messen, wie Sie hier abschneiden.

Ein vollkommen neues Reiseerlebnis

FlightStats ist ein weltweit führender Anbieter globaler Flugdatendienste und-lösungen für Reisende und die Unternehmen,
die sie unterstützen. Seine Mission ist, das Reiseerlebnis durch Daten zu verwandeln — d. h. Unternehmen und Fluglinien zu helfen, das Erlebnis für Reisende zu verbessern, und Reisende dabei zu unterstützen, ihre eigenen Reisen zu optimieren.

Das Unternehmen verlässt sich auf Softwareanalytik, um zu verstehen, wie professionelle Nutzer und Privatreisende mit seiner Website und den FlightStats-Produkten arbeiten. Anhand dieser Informationen kann FlightStats besser verstehen, wie seine eigenen Daten propagiert werden und wie sie sich auf das Kundenerlebnis auswirken. Auf diese Weise lassen sich bessere Produktentscheidungen treffen. So identifizierte FlightStats durch Verfolgen der Antwortzeiten ein Latenzproblem, das das Erlebnis für manche Kunden beeinträchtigte, und leitete Schritte ein, um 200 Millisekunden Latenz zu eliminieren.

Finden Sie heraus, wie FlightStats das Erlebnis seiner Kunden verbessert >

Treiber 3: Anwendungsleistung

Sehen wir uns noch einmal unser vorheriges Beispiel an: Das Unternehmen Gamechanger Industries hat eine innovative Idee für eine Anwendung, die aus der vorhandenen Kundenbasis eine neue wiederkehrende Einnahmequelle erzeugt und dem Unternehmen hilft, seine Geschäftsziele zu erreichen. Diesmal steckt Gamechanger auch Ziele für das Kundenerlebnis und optimiert die Anwendung entsprechend, damit diese Ziele in greifbare Nähe rücken. Die Bemühungen zahlen sich aus. Die Betaversion der Gamechanger-App ist ein Hit, der reißenden Absatz findet, und das Unternehmen kann kaum mit der Nachfrage Schritt halten.

Trotz proaktiver Maßnahmen zum Skalieren der Infrastruktur war die zentrale Datenbank nicht in der Lage, Stoßzeiten reibungslos zu bewältigen. Damit war das Erlebnis für alle Benutzer beeinträchtigt. Schlechte Datenbankleistung führte zu Problemen mit der App-Performance, was sich wiederum in Ladeproblemen mit der App niederschlug. Die User zeigten sich wenig beeindruckt, wurden frustriert und sprangen in Scharen ab. Was anfänglich wie ein rauschender DevOps-Erfolg aussah, erwies sich bei näherem Hinsehen als eine DevOps-Pleite.

Datenspeicher, darunter relationale Datenbanken und neuere NoSQLCache-Speicher, sind kritische Komponenten der Anwendungsarchitektur, führen aber häufig zu Leistungsengpässen. Es ist hilfreich, wenn die Leistung dieser Datenspeicher transparent ist, aber das eigentliche Ziel ist es, zu verstehen, wie die Datenbankleistung die App-Performance beeinflusst… und damit das Endbenutzererlebnis. Die Leistungsüberwachung ist wichtig, aber auch problematisch, da viele Leistungsprobleme erst dann auftreten, wenn zahlreiche Benutzer intensiv mit der Anwendung arbeiten — nur ist es dann meistens schon zu spät.

Um Leistungsprobleme zu erkennen, ehe sie sich manifestieren, ist das Verfolgen und Überwachen einer Reihe von KPIs in Verbindung mit der Datenbank- und Anwendungsleistung erforderlich. Nachfolgend einige dieser KPIs, auf die Ihr Team hoffentlich schon ein genaues Auge hat:

  • Uptime (Verfügbarkeit)
  • Antwortzeit der App
  • Antwortzeit der Datenbank
  • In der Datenbank verbrachte Transaktionszeit (in %)
  • Ressourcenausnutzung
  • Datenbankabfragezeiten

Leistungsschub für Online-Retailing

Boozt Fashion ist eines der am schnellsten wachsenden E-Commerce-Modeunternehmen in Skandinavien. Das Unternehmen hat sich für den DevOps-Ansatz entschieden: Zweimal täglich findet ein Rollout neuer Funktionen zur Verbesserung des Kundenerlebnisses statt.

Das Boozt-Team verwendet Softwareanalytik, um die Performance seiner Retail-Website zu verbessern. So führte es zum Beispiel ein Refactoring des Frontends der Auflistungsseite durch und konnte damit eine 30-prozentige Leistungsverbesserung erzielen. Aurelijus Valeiša, Web Development Manager bei Boozt, erklärt: „Das Tempo unserer Website wirkt sich sowohl auf die Konversionsrate als auch auf unseren Net Promoter Score aus, der sich nach dem Refactoring deutlich verbesserte.“

Mehr zur Story von Boozt >

Treiber 4: Geschwindigkeit

Jeder weiß, dass Geschwindigkeit ausschlaggebend ist für den DevOps-Erfolg. Sehen wir uns noch einmal unsere Beispielfirma Gamechanger Industries an. Wenn das DevOps-Team zwar alle Ziele für seine neue App erfüllen kann —Umsatz, Kundenerlebnis und Anwendungsleistung —, aber dazu ein ganzes Jahr braucht, wird Gamechanger seinem Namen sicherlich nicht gerecht. Das Unternehmen verpasst so vielleicht eine außerordentliche Marktchance, verliert wertvolle Kunden und Erträge oder fällt hinter die Konkurrenz zurück. In jedem Fall ist Langsamkeit bei Entwicklung und Deployment ein Schuss, der nach hinten losgeht.

DevOps-Teams müssen immer auf die Geschwindigkeit bei der Entwicklung und Bereitstellung von Apps und bei der Behebung von Problemen, die bei der Produktion auftreten, achten. Hier einige Metriken, mit denen Sie Ihren Erfolg in diesem Bereich messen können:

  • Vorlaufzeit für Änderungen
  • Häufigkeit der Code-Releases
  • Lösungszeit (Mean time to resolution)

Wenn es um Geschwindigkeit geht, verlassen sich viele Organisationen auf Cloud-Computing, um die Entwicklung und Bereitstellung von Software zu straffen und zu beschleunigen. Durch IaaS (Infrastructure-as-a-Service) und PaaS (Platform-as-a-Service) erhalten DevOps-Teams Zugang zu Services, die sie brauchen, um neue Produkte rasch auf den Markt zu bringen, ohne dabei Server, Netzwerke oder Speicher selbst verwalten zu müssen.

Wie bei den anderen Treibern des DevOps-Erfolgs können wir uns aber auch hier nicht einfach auf das Tempo konzentrieren und dabei andere Ziele außer Acht lassen, besonders Softwarequalität, die sich ja stark auf Kundenerlebnis und Anwendungsleistung auswirkt. Eine schnelle Entwicklung und Bereitstellung kann sogar negative Konsequenzen haben, wenn die Deployment-Qualität leidet, denn dies führt zu zusätzlichem Aufwand, um Qualitätsprobleme zu beheben, die bei der Produktion auftreten.

Beschleunigtes Deployment: statt Wochen nur noch Stunden

Die größte Online-Buchungsplattform für Zugfahrscheine im Vereinigten Königreich, thetrainline.com, hat gegenwärtig einen Marktanteil von 70 % aller vorverkauften Tickets in England. Die Verbraucherwebsite und mobile App des Unternehmens verzeichneten im Jahr 2014 im Durchschnitt 20 Millionen Besuche pro Monat.

Im Rahmen einer Reengineering-Initiative stieg man auf kontinuierliche Softwarebereitstellung um. Um dies zu ermöglichen, musste das Team verstehen, wie sich die Deployments auf das Benutzererlebnis auswirken. Erkenntnisse aus der Softwareanalytik halfen thetrainline.com dabei, die Releasezyklen von bis zu 12 Wochen auf wenige Stunden zu reduzieren. Darren Parsons, Development Manager bei thetrainline.com, meint dazu: „Das Modell der kontinuierlichen Bereitstellung, das wir mithilfe von New Relic implementiert haben, verhalf uns zu einer drastischen Verkürzung unserer Releasezyklen.“

Mehr zum Umstieg von thetrainline.com auf DevOps und kontinuierliche Bereitstellung >


ChatOps macht Zusammenarbeit möglich

Gruppenchat in Echtzeit gibt es schon seit Internet-Urzeiten (d. h. IRC), aber neue Chat-Tools wie Slack und HipChat fachen das Interesse an Chat mit DevOps-Teams ganz neu an. Neben Chat-Diskussionen können Plug-ins und Integrationen Echtzeitinformationen aus diversen Entwicklungs- und Operations-Tools bereitstellen. Zentrale Kommunikationslogs mit Zeitstempel, Echtzeitinteraktionen mit DevOps-Tools und Unterstützung durch Chat-Bots — all dies hat eine neue Ära der Kooperation zwischen DevOps-Teams eingeläutet. Wir nennen es ChatOps.

Mit ChatOps erhalten Sie einen zentralen Ort, um Informationen von Personen und aus Tools in Echtzeit zu speichern. Diese aufgezeichnete Ereignishistorie schafft ein Höchstmaß an Transparenz und hilft Ihnen, zu verstehen, wie die Dinge laufen und wie auftretende Probleme gelöst werden. ChatOps zeichnet sich durch hohes Tempo und Agilität aus und ist als Echtzeit-Konversationstool ideal für DevOps-Teams und die Personen geeignet, die letztendlich für ihren Erfolg verantwortlich zeichnen.

Mehr zum Thema ChatOps >

ChatOps-Beispiel: Nutzung von HipChat und New Relic Alerts
ChatOps-Beispiel: Nutzung von HipChat und New Relic Alerts

Treiber 5: Qualität

Eine schnellere Entwicklung und Bereitstellung von Software ist schön und gut, aber der echte Mehrwert von DevOps liegt in der Lieferung hochwertiger Software. Dieser Schwerpunkt auf Qualität lässt sich auf die Kaizen-Praxis der kontinuierlichen Verbesserung im Fertigungsprozess zurückführen, von der sich die Kernprinzipien von DevOps ableiten. Für Softwareunternehmen bedeutet dies eine kontinuierliche Verbesserung des Arbeitsflusses durch Entwicklungsund Deploymentprozesse unter Ausnutzung kurzer Feedback-Loops, um jederzeit kleine Verbesserungen vornehmen zu können. Die Idee, schnell kleine Änderungen mit kurzen Feedback-Loops durchzuführen, ist letztendlich der Bereitstellung hochwertiger Software zuträglich und sorgt dafür, dass Ihre Kunden das bestmögliche Erlebnis haben.

Wenn Sie es sich recht überlegen, ist die Prämisse, die DevOps zugrunde liegt, eigentlich ein Oxymoron: schnellere und bessere Lieferung von Software. Schließen sich diese beiden Adjektive nicht gegenseitig aus? Kürzere Entwicklungszyklen und engere Zusammenarbeit im Rahmen eines DevOps-Ansatzes bedeuten, dass Sie Probleme abfangen, ehe sie in die Produktion gehen, und sie daher schneller lösen können als dann, wenn schon Feuer unter dem Dach ist.

Beim Support für Software, die sich in Produktion befindet, geht es oft eher darum, Brände zu löschen, als proaktiv Zeit mit sinnvollen Dingen wie Building und Testing zu verbringen. Die Softwarequalität steht in direktem Zusammenhang mit Vorfällen, die die Kunden betreffen. Sie sind also gut beraten, Zeit und die Energie in das frühzeitige Identifizieren von Qualitätsproblemen zu investieren. Außerdem möchten Sie doch sicher nicht, dass Ihre Probleme von Kunden aufgedeckt werden! Ansätze wie TDD (Test Driven Development), CI (Continuous Integration) und CD (Continuous Deployment) können dazu beitragen, Aufgaben zu priorisieren, deren Fokus die Qualitätsverbesserung ist.

Nachfolgend einige Metriken, anhand derer Sie messen können, wie gut Ihre Software im Hinblick auf die kontinuierliche Verbesserung abschneidet:

  • Deployment-Erfolgsrate
  • App-Fehlerraten
  • Schweregrad der Vorfälle
  • Offene Bugs

Da viele Qualitätsprobleme erst offenbar werden, wenn die Software in Produktion ist, ist es außerordentlich wichtig, alle Metriken vor und nach dem Deployment vergleichen zu können, um die Auswirkung eines bestimmten Release zu erkennen. Dieser Ansatz hilft dem Team außerdem dabei, schnell zu reagieren, eventuell ein Release-Rollback vorzunehmen oder eine schnelle Lösung für aufgetretene Probleme zu bieten.

Weniger Brände löschen = mehr in Innovation investieren

Seit 2005 macht die Firma Trulia die Haussuche leicht, indem sie Käufern, Verkäufern, Mietern und Maklern alles gibt, was sie dazu brauchen. Heute nutzen Millionen potenzieller Hauskäufer und viele Tausende von Immobilienmaklern die Mobil- und Webplattformen von Trulia, um Immobilien zu kaufen und verkaufen.

Trulia arbeitet schon immer mit einem DevOps-Ansatz und betrachtet Softwareanalytik als wichtiges Bindeglied. Das Team
nutzt einen gemeinschaftlichen Ansatz beim Auffinden und Lösen von Problemen in der Produktion, muss daher weniger Zeit mit der „Brandbekämpfung“ verbringen und kann sich stattdessen auf das Verbessern der Softwarequalität konzentrieren. „New Relic hilft uns dabei, Fehler im Nu zu beheben — es ist fast wie ein zusätzliches Mitglied im Operations-Team“, meint Chris Sessions, Director of Operations bei Trulia. „So haben unsere Leute mehr Zeit, sich um Wichtigeres zu kümmern.“

Mehr zur Story von Trulia >

Alles zu einem sinnvollen Ganzen verbinden

Jetzt fassen wir die fünf Treiber für DevOps-Erfolg — Innovation und Geschäftserfolg, Kundenerlebnis, Anwendungsleistung, Geschwindigkeit und Qualität — zu einem Gesamtbild der Bereiche zusammen, die Sie überwachen und verfolgen sollten (siehe Abbildung 1). Bei unserer Beispielfirma, Gamechanger Industries, hat sich gezeigt, wie wichtig es ist, sich auf jeden einzelnen dieser Bereiche zu konzentrieren, um von DevOps zu profitieren und messbare Geschäftserfolge zu erzielen.

Die hier genannten Metriken sind die vorher angesprochenen Beispiel-KPIs. Je nachdem, wie erfolgreich Sie bereits beim Erreichen Ihrer Unternehmensziele sind, müssen Sie entscheiden, welche dieser Metriken momentan für Sie am wichtigsten sind. Wenn Sie nicht schon dabei sind, Metriken zu verfolgen, sollten Sie das schleunigst tun. Sie können als Erstes eine Basislinie festlegen und die Metriken überwachen, um sicherzustellen, dass sie sich wie gewünscht verhalten.

Ein Thema, das wir noch nicht angeschnitten haben: Wie sollten Ressourcen und Zeit auf die einzelnen DevOps-Erfolgstreiber verteilt werden? Diese Verteilung ist selten statisch, sondern passt sich je nach Geschäftsumgebung und Gesamtstrategie dynamisch an. So werden Unternehmen, die noch am Anfang des Produktentwicklungszyklus stehen, einen Großteil
ihrer Zeit mit Innovation verbringen, um neue Funktionen zu erstellen. Ein Produkt, das sich im Wachstumsmodus befindet, muss die Leistung und Stabilität berücksichtigen, je reifer und beliebter das Produkt wird. Bei ausgereiften Produkten wiederum muss der Schwerpunkt sowohl auf Innovation als auch auf Qualität liegen: Innovation, um wettbewerbsfähig zu bleiben und das Produkt weiterzuentwickeln, und Qualität, um die „technischen Schulden“ abzutragen.

Abb. 1. Die fünf Treiber des DevOps-Erfolgs
Abb. 1. Die fünf Treiber des DevOps-Erfolgs

„Technical Debt“ bzw. „technische Schulden“ — ein von Ward Cunningham, dem Entwickler des ersten Wiki, geprägter Begriff — bezieht sich auf den zusätzlichen Entwicklungsaufwand zum Umschreiben bzw. Verbessern von Code, der schnell bereitgestellt wurde und daher möglicherweise nicht einwandfrei ist. Laut Gene Kim, DevOps-Experte, Mitautor von „The Phoenix Project“ und Gründer von Tripwire, muss eine 20-prozentige Steuerschuld entrichtet werden, andernfalls fallen die doppelten Kosten an, um die sich angestauten Probleme zu beheben.

Um das perfekte Gleichgewicht zwischen den Erfolgstreibern zu finden, müssen Sie folgende Punkte beachten: Geschäftsstrategie, Wettbewerbslandschaft und Lebenszyklusphase Ihres Produkts. Jeder Treiber ist eine Art Wahlscheibe, die wunschgemäß eingestellt und an die dynamischen Geschäftsprioritäten angepasst werden kann.


Eine völlig neue Experimentierfreiheit

In einer Umfrage von New Relic gaben nur 25 % der Befragten an, dass ihr Unternehmen erfolgreich mit neuen Features experimentiert.

Ein sinnvoller DevOps-Ansatz gibt Entwicklern Zeit und Gelegenheit, mit neuen Features und Prozessen zu experimentieren und sie zu testen. Durch iterative, agile Entwicklung basierend auf Daten zum Verfolgen Ihres DevOps-Erfolgs werden Sie wendiger und können schneller auf sich ändernde Kundenwünsche eingehen. Durch Experimentieren tragen Sie dazu bei, das von Ihrem Unternehmen bereitgestellte Softwareerlebnis fortzuentwickeln, und helfen Ihrem Team letztendlich, bessere Geschäftsergebnisse zu erzielen.

Die größten Hinderungsgründe für das Experimentieren mit neuen Features und Funktionen
Die größten Hinderungsgründe für das Experimentieren mit neuen Features und Funktionen

Die richtigen Daten erfassen

Der wichtigste Teil der Erfolgsmessung sind die Daten. DevOps-Initiativen können nur dann erfolgreich sein, wenn die richtigen Daten verfügbar sind — d. h. die KPIs, die Sie laut Ihrer Einschätzung verfolgen und überwachen müssen, sowie verwandte Einsichten in Geschwindigkeit, Anwendungsleistung, Kundenerlebnis und Geschäftserfolg.

Als datengestützte DevOps-Organisation können Sie den Fortschritt Ihres Teams nicht nur verfolgen und überwachen, sondern gleichzeitig eine Kultur der Kooperation und Kollegialität stärken. Daten befreien den Entscheidungsprozess von Emotionen und Schuldzuweisungen und sorgen stattdessen für eine gemeinsame Sprache, die alle Mitarbeiter in jeder Rolle sprechen, gleich wie erfahren oder fachkundig sie sind.

Es ist nicht schwer, die richtigen Daten zu erhalten, aber Sie brauchen Softwareanalysetools, die Daten automatisch erfassen und Ihnen dann helfen, diese Daten schnell und einfach auszuwerten, anzuzeigen und zu teilen. Die von Ihnen gewählte Lösung sollte detaillierte Echtzeit- und historische Daten zu den fünf Treibern des DevOps-Erfolgs liefern. Sie brauchen zumindest Folgendes:

  • Proaktives Application Performance Management: Suchen Sie nach einem Tool, mit dem Sie proaktiv detaillierte Daten zur Anwendungsleistung erfassen und verfolgen können, darunter die KPIs, die Sie für sich selbst und Ihren DevOps-Erfolg definiert haben. Mit den gesammelten Daten kann Ihr DevOps-Team Leistungsprobleme identifizieren und beheben, bevor sie sich auf das Kundenerlebnis oder das Geschäft auswirken.
  • Managen des Kundenerlebnisses: Das von Ihnen gewählte Tool sollte Daten bereitstellen, mit denen Sie das Kundenerlebnis rund um die Uhr in allen Ihren digitalen Kanälen messen können, selbst wenn es keinen Benutzer im System gibt. Außerdem sollte die Lösung Ihrem Team helfen, die Frontend-Verarbeitungsebene zu managen, in der sich mehr und mehr Code befindet.
  • Softwarebasierte Geschäftsanalyse: Um eine datengestützte Kultur zu schaffen, die Entwickler, das Operations-Team und Business-Stakeholder einschließt, brauchen Sie flexible Tools, darunter konfigurierbare Dashboards und die Fähigkeit, detaillierte technische Analysen vorzunehmen, um den Geschäftserfolg zu quantifizieren.
    Deployment-Management: Außerdem brauchen Sie Reporting-Funktionen, um die jüngsten Deployments und ihre Auswirkung auf die Anwendungsleistung und Endbenutzer vorher und nachher aufzeigen, darunter alle eventuell aufgetretenen Fehler. Damit können Sie Ihre leistungsbezogenen KPIs verfolgen und messen.
Beispiel-Dashboard für Softwareanalyse
Beispiel-Dashboard für Softwareanalyse

Beachten Sie beim Evaluieren einer Lösung, dass das Verfolgen und Überwachen von Daten auf einer einzigen Plattform das Management Ihrer gesamten DevOps-Bemühungen strafft und vereinfacht. Wenn Sie mit einer einzigen Plattform arbeiten, können Sie Ihrem gesamten Team und allen Mitarbeitern eine einheitliche Ansicht Ihrer Software bieten. Dadurch wird es einfacher, Entscheidungen zu treffen. Die Verwendung des gleichen Tools für Dev- und Ops-Teams fördert das Verständnis, wie die Software bereitgestellt wird und wie sie funktioniert. Integrierte Benachrichtigungen, Dashboards und Analysen tragen dazu bei, dass jeder intelligenter arbeiten und schneller reagieren kann. Eine Softwareanalyseplattform wie New Relic bietet alle diese Funktionen in einer integrierten holistischen Lösung.

Vielfalt schaffen mit Daten

Daten helfen Ihnen, ein gut aufeinander eingespieltes und leistungsstarkes DevOps-Team zusammenzustellen, und die Vielfalt in Ihrem Team, das sich aus den unterschiedlichsten Menschen aus den unterschiedlichsten Kulturen zusammensetzt, zu stärken. Daten werden zu der Sprache, die alle sprechen. Teammitglieder können dank Daten klarer kommunizieren, Schuldzuweisungen aus dem Weg gehen und sich darauf konzentrieren, die bestmögliche Leistung zu erbringen. Das ist ein wichtiger Gesichtspunkt, denn Vielfalt im Team trägt zu einer positiven und stimulierenden Arbeitsumgebung bei, in der sich die Mitarbeiter unterstützt und akzeptiert fühlen.

Zusammenfassung

Mit dem herkömmlichen Wasserfallmodell zur Softwareentwicklung undbereitstellung wäre ein Erfolg bei den hier angesprochenen fünf Treibern — Innovation/Geschäftserfolg, Kundenerlebnis, Anwendungsleistung, Geschwindigkeit und Qualität — ein Ding der Unmöglichkeit.

Wenn Sie in allen fünf Bereichen erfolgreich sein möchten, gibt es für Sie nur eine Lösung: datengestütztes DevOps. Durch Verfolgen und Messen der richtigen Metriken erhalten Sie die Einsichten, die Sie brauchen, um außerordentliche Ergebnisse zu erzielen — sei es das Schaffen einer innovativen neuen App mit disruptivem Potenzial oder die Bereitstellung eines fantastischen neuen Kundenerlebnisses auf Ihrer Website.

Auf Ihrer DevOps-Reise trägt Ihr Team maßgeblich dazu bei, Ihre Firma zu einem besseren Softwareunternehmen zu machen. Und genau das ist die wichtigste Aufgabe in der digitalen Wirtschaft von heute, in der so gut wie jede Firma zu einem Softwareunternehmen werden muss.

Fangen Sie damit an, den DevOps-Erfolg Ihrer Organisation zu messen. Besuchen Sie newrelic.com/devops, um mehr zu erfahren.

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